Wo klappt das denn mit dem SoT in der stationären Pflege überhaupt?
Diese Frage wird oft gestellt. Dann kann ich meist auf das Nachtwachenteam verweisen, dass in vielen stationären Pflegeeinrichtungen bereits selbstorganisiert arbeitet. Es gibt noch ein weiteres, sehr prominentes Beispiel. Das Julie-Kolb-Seniorenzentrum in Marl hat eine neue Form der Betreuung von Menschen mit Demenz vor ca. 2 Jahren umgesetzt und wird weitere Stationen nach diesem Modell betreiben. Das „Therapeutische Gammeln“ wird von einem Team umgesetzt, dass bereits selbstorganisiert arbeitet.
Es ist so erfolgreich, dass der WDR dort eine Reportage gedreht hat, um eben diesen neuen Ansatz zu verbreiten.
Die Reportage „Menschen hautnah“ zeigt sehr beeindruckend, was möglich ist. Doch eine Aussage kann ich nicht unterstützen. Das Julie-Kolb-Seniorenzentrum in Marl ist für mich keine ganz normale Altenpflegeeinrichtung. Die Einrichtung strahlt trotz der Rahmenbedingungen eine besondere Atmosphäre aus. Für die Mitarbeitenden und Bewohner steht z.B. eine Salzgrotte zur Verfügung, die einzigartig ist für eine stationäre Pflegeeinrichtung. Diese besonderen Konzepte sind möglich, weil die Einrichtungsleitung Frau Gisela Kreutz mutig ist und neue Wege sucht, um den Herausforderungen zu begegnen. Nach meinem Empfinden vertritt Frau Kreutz eine Haltung als Führungskraft, die mich beeindruckt und uns alle ermutigen kann, neue Perspektiven zu entwickeln. Die Zufriedenheit der Mitarbeitenden zeigt sich auf vielfältige Art und Weise. Es ist sehr angenehm, dies einmal zu erleben.